Dortmund
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Steinwache Dortmund

Es gibt einfach Orte, die Menschen, die in Dortmund leben einfach kennen sollten. Einer dieser Orte ist die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund.

Steinwache Frontansicht

Ich bin bisher (nur) zwei mal dort gewesen.  Doch immer wieder bin ich entsetzt darüber was dort geschehen ist und gleichzeitig beeindruckt, wie viel Arbeit sich die Menschen bei der Wiederinstandsetzung gemacht haben, beim Sammeln der Informationen und der entsprechenden Aufbereitung und Präsentation.

Ab 1933 wurde sie jedoch bekannt unter dem Namen „Hölle Westdeutschland“. Folterung und Erpressung von Geständnissen stand auf der Tagesordnung. Eine entscheidende Rolle dabei spiele die Geheime Staatspolizei (Gestapo). Politische Gegner, jüdische Bürger und ausländischen Zwangsarbeiter wurden hierher verschleppt und zum größten Teil in Konzentrationslager weiter verbracht.

Steinwache ab 1933

Von 1933 bis 1945 waren in der Steinwache insgesamt mehr als 66.000 Menschen inhaftiert. Bis 1976 wurde das Gebäude an der Steinstraße weiter als Polizeidienststelle genutzt. Hier möchte ich auch noch mal auf meinen Artikel „Dein Freund und Helfer“ hinweisen.

Das Polizeigefängnis wurde bis Ende der 50er Jahre weiter als solches genutzt und diente anschließend bis 1986 als städtische Übernachtungsstätte für Obdachlose. In den 80er Jahren drohte der Abriss. Doch 1984 wurde das Gebäude von Land NRW an die Stadt Dortmund übereignet.

Die AusGitterstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945“ wurde 1987 durch das Dortmunder Stadtarchiv dauerhaft in der Steinwache untergebracht und eröffnete am 14. Oktober 1992.

Seit dem vermitteln jedem interessierten 50 ehemalige kleine Zellen auf fünf Stockwerken die grausamen Geschehnissen, anhand von Fotos, Dokumenten, Briefen und in persönlichen Berichten.

Öffnungszeiten:

Von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr. An Neujahr, Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag und Silvester geschlossen. Der Eintritt ist frei. Führungen (Für Gruppen ab 15 Personen – 35€) bitte spätestens drei Wochen im voraus unter folgender Telefonnummer anmelden: Tel. (0231) 50-2 50 02

An jedem 1. Sonntag im Monat findet um 11.00 Uhr eine allgemeine kostenlose Führung statt – keine Anmeldung nötig. Weitere Informationen finden sich auf der Web-Präsenz der Stadt Dortmund.

Kategorie: Dortmund

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Hallo zusammen,
mein Name ist Lennart Zumholte, auch bekannt als ‚@­derAfri‘. Ich bin examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Was soll ich sagen? In diesem Beruf erlebt man viel! Viel schönes, viel Trauriges. Für mich eine sehr interessante Kombination.
Neben meiner Arbeit – ja, ich finde tatsächlich noch freie Termine in meinem Kalender – engagiere ich mich politisch und nebenbei fotografiere ich sehr gerne.

2 Kommentare

  1. Birgit Langley sagt

    Hallo Lennart. Es freut mich immer sehr, wenn Leute auf die Gedenkstätte aufmerksam machen. Und an dieser Stelle der Hinweis, dess es neben den regelmäßigen Führungen auch immer sehr interessante Sonderveranstaltungen dort stattfinden. Aktuell am kommenden Donnerstag 24.7.14 zum Nahost Konflikt. 19:00 uhr geht’s los.

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