Dortmund
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Gastbeitrag: Die Israelfahne muss weg!?!

Der @Korallenherz hat auf seinem Blog ‚Gedankensplitter‚ einen Beitrag zur gestrigen Anti-Israel Demo veröffentlicht, welchen ich euch, mit seiner Zustimmung, hier zur Verfügung stelle. Vielen Dank dafür!

Anti-Israel-Demo-19_7_2014

CC-BY-SA-NC Robert Rutkowski

Für heute hatten verschiedenste Organisationen ab 13 Uhr zu einer Pro-Palästina Demo in Dortmund aufgerufen. Erfahren habe ich das so gegen 11 Uhr und habe mich auf den Weg gemacht. Nach den Berichten zu der gestrigen Demo in Essen hatte ich schlimme Befürchtungen und wollte das dokumentieren.Schon auf dem Weg hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Ich kam am Platz der alten Synagoge (Stadttheater) vorbei und befand mich auf dem Weg zu einer Anti-Israel Demo … Losgehen sollte diese hinter dem Hauptbahnhof und als Route war die Nordstadt anvisiert. Dort angekommen waren wenige Teilnehmer*innen versammelt und viel Polizei. Sie hatten wohl Erfahrungswerte aus Essen mit nach Dortmund genommen. Bis 13 Uhr füllte sich der Platz, und als der Zug sich in Bewegung setzte, waren es schätzungsweise 500 Menschen die lauthals und immer wieder Parolen wie “Kindermörder Israel”, “Frauenmörder Israel” und “Palästina bis zum Sieg” riefen. Ein einzelnes “Fick die Juden” haben neben mir nur wenige gehört. Dass stadtbekannte Neonazis sich dem Demozug anschlossen, möchte ich nur am Rande erwähnen, die Vollhonks hängen sich an alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Gewünscht hätte ich mir allerdings eine Distanzierung seitens des Veranstalters und z.B. einen Platzverweis. Mensch kann eben nicht alles haben.

Die Israelfahne

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Etwa auf der Hälfte der Strecke bemerkte ich etwas abseits eine Israelfahne am Balkongeländer eines Hauses hängend. Auch die Polizei hatte das gesehen und es machten sich sechs Beamte auf den Weg zu dem Gebäude. Ich konnte nicht hören, was einer der Beamten dem Menschen auf dem Balkon zurief, der jedenfalls entfernte die Fahne umgehend und hing sie von innen an die Balkontür. Deutschland 2014 – die Israelfahne muss weg … Wieder am Hauptbahnhof angekommen gab es noch einige Reden zu hören. Unter anderem auch von Herrn Ralf Michalowsky (Chef der Linken NRW), der nach seinem gestrigen Facebook-Eintrag in der Kritik steht. Der ist zwar mittlerweile gelöscht, kann aber bei den Ruhrbaronen nachgelesen werden. Da stellt sich mir die Frage, wie stehen eigentlich die Linken in Dortmund zu diesen “Friedensdemos”? Utz Kowalewski (Ratsmitglied von Die Linke) jedenfalls wünscht sich sehr viel größere davon, wenn ich das richtig verstanden habe. Zum Abschluss gab es dann noch eine Begegnung mit Demoteilnehmer*innen die auch montags immer bei der Querfront an den Katharinentreppen zu finden sind. Wir können also festhalten, eine Anti-Israel Demo mit Nazis und Montagsquerfrontlern – und Sonnebrand im Gesicht, aber das ist eine andere Geschichte. In den Medien, auch den lokalen, ist die Berichterstattung sagen wir mal zurückhaltend. In einem bekannten Blog aus der Nordstadt ist (noch?) nichts zu finden. Ein Fest mit buntem Maismehl gibt auch hübschere Bilder. In der WDR Lokalzeit reichte es immerhin für einen 90-sekündigen Bericht mit dem Tenor – alles friedlich. Die RN und die WAZ wie immer gleichlautend, also stellvertretend hier lesen, oder auch nicht.

Fazit

Wären 500 Nazis durch die Stadt gezogen, wäre medial die Hölle los gewesen. Heute haben die Teilnehmer*innen nur gegen Israel gehetzt …

Bild mit der Israelfahne ©

Kategorie: Dortmund

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Hallo zusammen, mein Name ist Lennart Zumholte, auch bekannt als '@­derAfri'. Ich bin examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Was soll ich sagen? In diesem Beruf erlebt man viel! Viel schönes, viel Trauriges. Für mich eine sehr interessante Kombination. Neben meiner Arbeit - ja, ich finde tatsächlich noch freie Termine in meinem Kalender - engagiere ich mich politisch und nebenbei fotografiere ich sehr gerne.

6 Kommentare

  1. Utz Kowalewski sagt

    Hallo Lennert, wenn ein westlicher Staat – eine Demokratie – ein Mitglied der sogenannten aufgeklärten westlichen Wertegemeinschaft sich verhält wie ein Schurkenstaat, dann muss man das kritisieren dürfen. Nelson Mandela hat vor seinem Tod noch von einem Apartheidsregime gesprochen – und der Mann wußte wovon er sprach, weil er die meiste Zeit seines Lebens im Gefängnis eines Apartheidstaates verbracht hat. Jede Kritik an Krieg und Mordbrennerei mit dem Todschlagargument zu bekämpfen, dass jegliche Israelkritik von vorneherein antisemitisch sei, halte ich ehrlich selbst für rassistisch. Israel hat kein größeres Recht sich daneben zu benehmen wie Griechenland, die USA oder autralien. Israel ist eben keine Diktatur, sondern ist und soll ja auch Teil der westlichen Wertegemeinschaft sein. Dann muss es sich aber auch so verhalten.

    Und nun stell Dir mal folgendes vor: Nach dem 2. Weltkrieg hätte es keinen Marschall-Plan für Deutschland gegeben, sondern alle Menschen in NRW wären im Ruhrgebiet eingesperrt worden, man hätte eine Mauer drum herum gezogen und würde jeden erschießen, der versucht aus dem Ruhrgebiet herauszukommen. Gleichzeitig läßt man nur das Notwendigste über die Grenze und hält selbst das verfügbare Trinkwasser knapp. Was glaubst Du, welche Stimmung hier heute herrschen würde ?

    Ich meine, dass das einmal ein Ende haben muss – so wie sich die Verantwortlichen derzeit verhalten und Wohngebiete bombardieren, Krankenhäuser zerstören oder Kinder am Strand erschießen lassen wird man irgendwann den 100sten Jahrestag des Palästinakrieges feiern können, denn der Hass aufeinander wird dadurch immer größer und wird sich weiterhin gewaltsam entladen. Und Organsisationen wie Hamas werden dadurch auch stärker – sogar noch schlimmer: Hamas kommt unter Druck durch noch radikalere Gruppen wie ISIS oder die Al-Nusrafront ersetzt zu werden – spätestens wenn die Finanzierung wegbricht, werden sich die Leute andere Möglichkeiten erschließen – und wenn das über das saudische Al-Kaida-Netzwerk passiert und nicht mehr über die Moslembrüder steht ja auch Saudi-Arabien wieder bereit zu unterstützen, denn derzeit ist die Unterstützung für Hamas ja nur weg, damit Ägypten stabil bleibt und nicht auch noch in einen Bürgerkrieg abgleitet – da waren sie ja auch schon sehr nah dran und ich war nach beiden Machtergreifungen auf dem Sinai und habe dort auch politisch diskutiert und wäre in einem Fall auch fast von Al-Nusra-Leuten einkassiert worden.

    Das verhalten Israels verdient tatsächlich internationalen politischen Druck damit endlich aufzuhören und auf den Friedenskurs von Rabin zurückzukehren. Dazu sind auch Demos in Deutschland und in anderen Staaten legitim. Und es verdient keine Solidaritätsbekundungen der Marke: Das ist Euer Selbstverteidigungsrecht, wenn Ihr Wohngebiete in einem Homeland bombardiert, wie sie die Kanzlerin abgegeben hat. Im Moment steht die Todeszahl bei rund 350 Toten Palästinensern im aktuellen Waffengang. Beim letzten Einmarsch kamen 1400 Menschen ums Leben (und mehr als 5000 wurden verletzt – wohlgemerkt auf einer Fläche halb so groß wie Hamburg), davon rund 1000 Zivilisten – also Unbeteiligte, die im Gazastreifen gefangen sind.

    Das Existenzrecht Israels steht völlig außer Frage – was ich anprangere ist die völlige Maßlosigkeit in der Unterdrückung von Gaza und des Westjordanlandes und das völlige Verlassen jeglicher Friedensabsicht. Selbst die USA haben da ja angesichts der israelischen Politik resigniert. Der jetzige Krieg ist ja auch nur eine Facette dessen, was sich dort abspielt. Auch zwischen den Angriffen auf Gaza 2009-heute – also während des knapp 5 jährigen Waffenstillstandes – sind ja fast 500 Palästinenser umgebracht worden.

    Weggucken ist da keine Lösung.

  2. Israelkritik ist das eine – Judenhass das andere. Das was da momentan abgeht ist aber definitiv letzteres (sonst würde sich die Nazis ja auch nicht einmischen).
    Friedensdemos (siehe MLPD) -> gerne, Antisemitismus, egal unter welcher Flagge -> NEIN DANKE!
    siehe dazu auch http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37954/antizionistischer-antisemitismus

    Wer spricht denn über die Angriffe der Hamas auf Israel? Richtig, das wird schlicht ignoriert, da es ja nicht in die Argumentation passen würde! Zum Kotzen!
    Krieg ist IMMER SCHEISSE! Da ist es mir persönlich auch egal wer was getan hat, Morde kann und sollte man niemals gegeneinander aufrechnen. Ansonsten müssten gerade wir als ‚deutsche‘ GANZ leise werden!
    Wer plant denn Demos gegen Kriege der USA?

    Aber wenn sich viele Gruppierungen ein gemeinsames Ziel suchen, dass für alles verantwortlich gemacht wird, sind sie alle zusammen, Nazis, Linke – Menschen mit den unterschiedlichsten Religionen an einer Seite – Ich würde mich schämen, Teil einer Demonstration zu sein, die Dinge skandieren wie ‚Fickt die Juden‘ und ähnlichem! Und beim skandieren bleibt es ja nicht, nein, es wird sogar mit Flaschen, Steinen und sogar einem Taschenmesser Richtung Gegnern geworfen und z.B. eine Synagoge in Paris angegriffen! Du willst doch nicht ernsthaft ein Teil dieser abscheulichen Bewegung sein, oder!?
    dazu: https://twitter.com/sven_kindler/status/490948861478076418 , http://forward.com/articles/202442/anti-israel-rioters-torch-cars-throw-firebomb-at-p/? , http://www.ruhrbarone.de/die-charta-der-hamas-und-die-linke-nrw-oder-wie-man-glaubwuerdigkeit-verspielt/84324 und http://www.ruhrbarone.de/essen-wer-den-mob-in-die-stadt-holt-traegt-die-verantwortung/84163

    Wie weit sind wir denn in knapp 70 Jahren gekommen, wenn sich Menschen mit jüdischem Glauben wieder vor dem tobenden Mob verstecken müssen?

  3. Robert sagt

    Hallo, ich (Artikelgeber) habe den Tag aus meiner Sicht zusammengefasst. Das dort ca. 500 Menschen waren, die das anders sehen liegt auf der Hand. Nur eines:

    Bei sogenannten „Friedensdemos“ die „Palästina bis zum Sieg“ abfeiern und das gemeinsam mit Nazis und Querfrontlern tun bin ich raus. Wir reden bei diesen Demos nicht über Israelkritik, sondern um offenen Antisemitismus und Hass. #eod

  4. Utz Kowalewski sagt

    Wenn das so wäre wie Du es schreibst, würde ich Dir zustimmen. Lass uns aber mal ein paar Realitäten festhalten:

    1) Die Demos in Essen, Köln und Dortmund waren komplett friedlich. Die Redner haben sich auch gegen Antisemitismus stark gemacht und sowohl Israel als auch die Hamas massiv kritisiert, die Ordner haben in Bezug auf unerwünschte Teilnehmer und Transparente insbesondere in Essen durchgegriffen und solche Leute von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Reden der beiden Linksparteisprecher aus NRW sind im Internet nachzulesen und dokumentieren diese Grundhaltung auch.

    2) In Essen gab es darüberhinaus tatsächlich Probleme: Zum einen war die Polizeiplanung nicht gerade berauschend. Sie haben die Anti-Muslimische (auch das ist eine Lesart angesichts von Rechtspopulisten auch auf dieser Kundgebung) Demo am HBF angesiedelt. Ursprünglich hatte dort die Linksjugend angemeldet. Die musste auf einen anderen Veranstaltungsort ausweichen. Das Problem das sich dadurch ergab, war schlicht, dass viele angereiste Menschen mit arabischen Wurzeln zum HBF wollten um dort ihre Züge zu bekommen und dann automatisch mit der Gegendemo zusammengestoßen sind (Aussage der Polizei vor Ort im Bericht des WDR). Zu dem Zeitpunkt war aber die ursprüngliche Demo längst beendet und alle waren dort ausschließlich in eigener Verantwortung. Das in so einer auf beiden Seiten aufgeheizten Stimmung sich dann nicht alle im Griff behalten haben ist bedauerlich.
    Das ist aber nicht das Szenario, dass Du oben geschildert hast. Die teilweise im Netz verbreitete Behauptung in Essen sei eine Synagoge angegriffen worden hat sich ja als üble Nachrede herausgestellt, wie auch die Essener Polizei wohl bestätigt hat. Da kochen eben auch auf der anderen Seite Leute ein ganz übles Süppchen.

    3) Demos sind immer mit einem gewissen Risiko hinsichtlich ihres Verlaufs verbunden. Insbesondere wenn es sich um Demos gegen Krieg handelt und Angehörige der Kriegsparteien demonstrieren. Ich kann mich noch an die Demos gegen den Überfall der USA auf den Irak oder der Nato auf Ex-Jugoslawien erinnern. Das war zum Teil noch deutlich hitziger, einschließlich brennender Fahnen und dergleichen mehr.

    4) Nazis sollten immer von Demos ferngehalten werden. Da kann es auch gar kein Pardon geben. Da muss man mit den entsprechenden Veranstaltern nun in Gespräche einsteigen, um das beim nächsten Mal zu verhindern. In Dortmund ja die palästinensichen Gemeinden NRWs.

    5) Protest gegen das Töten, das was sich im Gazastreifen gerade abspielt, ist aus meiner Sicht notwendig. Aber das habe ich oben schon ausgeführt. Was man aber bei der Bewertung einbeziehen muss ist die Entstehung der aktuellen Situation. Dazu hat das ZDF folgenden Beitrag veröffentlicht:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2198550/Israels-Offensive-in-Gaza#/beitrag/video/2198550/Israels-Offensive-in-Gaza

    Und die Folgen sind eben diese hier:
    http://www.n-tv.de/politik/Gaza-erlebt-blutigen-Sonntag-article13262251.html

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-dutzende-tote-in-schedschaija-nach-angriff-israels-a-982003.html

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/bodenoffensive-in-gaza-am-haertesten-trifft-es-die-kinder-13055237.html

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-konflikt-die-situation-im-schifa-krankenhaus-im-gazastreifen-a-981910.html

    http://english.al-akhbar.com/content/victims-gaza-list-palestinians-killed-israels-ongoing-assault

    Und auch einbeziehen sollte man tatsächlich die Meinungen und Erlebnisse der Antikriegsbewegung in Israel:

    http://www.scoop.co.nz/stories/WO1407/S00193/stop-the-killing-destruction-protest-for-gaza-in-tel-aviv.htm

    http://medico.de/blogs/medico-hausblog/2014/07/20/457/

    http://www.btselem.org/statistics/fatalities/after-cast-lead/by-date-of-event

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israelische-armee-gaza-veteranen-schockieren-mit-aussagen-ueber-wahllose-morde-a-614286.html

  5. Underdog sagt

    Ich kann Lennart da nur zustimmen! Zwischen Israel und den Palästinensern gibt es mittlerweile seit Jahrzehnten Konflikte und Kriege. Jedesmal gehen Menschen auf die Straße um dagegen zu demonstrieren und ihre form der Meinung kundzutun. Wer Demonstrationen dieser Art in den letzten Jahren einmal beobachtet hat, wird feststellen, das die Schamgrenze bzgl. des Holocausts extrem gesunken ist. Im übrigem muss ich Herrn Kowalewski korrigieren. Der letzte Gaza Konflikt war nicht 2009, sondern 2012 hatten wir leider auch einen. Seit dem letzten Gazakrieg im November 2012 wird auch vermehrt bei Demonstrationen nicht nur „Tod allen Juden“ sondern auch „Vergast die Juden“skandiert, auch damals haben sich vereinzelt Rechtsextreme unter die Demonstranten gemischt. Bei dem diesjährigen Gazakonflikt gipfelt es jedoch nicht nur an antisemitischer und Nationalsozialistischer Propaganda und Parolen. Mittlerweile müssen Israelis in unserem Land wieder Angst davor haben Ihre „Abstammung“ mit dem Leben zu bezahlen. Wie u.a. die Jüdische-Allgemeine berichtete über ein Israelisches Touristenpaar, die in Berlin sich seit ein paar Tagen aufhalten um den Bomben etc. zu entkommen.
    Zitat: „Eine pro-palästinensische Kundgebung ist am Samstagabend eskaliert. Ein Ehepaar aus Jerusalem, das zufällig den Weg der rund 800 pro-palästinensischen Aktivisten kreuzte, wurde von den Demonstranten massiv bedroht.

    Als die demonstrierende Menge den Kippa tragenden Israeli erblickte, durchbrachen einige von ihnen die Menschenkette, die Polizeibeamte zum Schutz des Paares gebildet hatte. »Nazimörder Israel!«, »Scheiß Juden, wir kriegen Euch!« und »Wir bringen euch um!«, riefen die Aktivisten und versuchten, die Israelis zu attackieren.

    »Hätte die Polizei uns nicht geschützt, hätten sie uns wohl umgebracht«, sagte die israelische Ehefrau der Jüdischen Allgemeinen. »Wir sind geschockt.« Nach eigener Aussage sind die beiden Israelis seit Mitte dieser Woche in Berlin, um dem Beschuss des jüdischen Staates durch die Hamas für ein paar Tage zu entkommen: »Das uns der Konflikt bis in den Urlaub nach Berlin verfolgt – unglaublich “ Zitat ende.

    Bei derartigem fehlt einem mehr als die Worte, da derartiges nicht nur in Deutschland zu hören sind, sondern Europaweit. Der gipfelt des Abartigem kommt daher auch nicht überraschenderweise vom türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, der sich im Wahlkampf z.Zt. befindet und der Terrorstaat Israel weitaus Schlimmer sei Hitler mit seinen Greultaten.
    Die Frage die sich eigentlich stellt ist die, wo steuern wir eigentlich mittlerweile wieder hin?
    Wie haben Krieg in der Ukraine, wo mal so eben „aus Versehen“ eine zivile Passagiermaschine mit knapp 300 Menschen abgeschossen wurde.
    Wir haben Krieg im Nahen Osten und Menschen gehen mit abartigen Sprüchen und menschenverachtendem Handeln auf die Strasse.
    Es ist meines Erachtens extrem wichtig, das wir gegen diesen Antisemitismus und wieder vermehrt aufkommenden Nationalsozialismus noch stärker und intensiver bekämpfen. Rechtsextreme wie beispielsweise Axel Reitz, Christian Worch, etc. warten nur auf derartige Gelegenheiten um ihr braunes Gedankengut gut Platziert zu verkünden und entsprechende Unterstützer zu bekommen.

  6. Also ich finde ‚Vergast die Juden‘ alles andere als unkritisch! Wenn Mensch eine Demonstration gegen Israel auf den Plan ruft, muss Mensch auch klar sein, dass so etwas dabei herum kommt. Da kann eins danach die Schuld der Polizei zuweisen soviel er*sie möchte – besser wird es nicht.

    In Dortmund war Herr Michalowsky ja wohl auch vor Ort, da hätte er ja durchaus auf die Nazis aufmerksam machen können – hat er aber nicht. Es wurde ja auch durchaus kritisch über die Veranstaltung in Echtzeit berichtet – siehe Twitter #antisemdo hätte Mensch also auch mitbekommen können. Selbst die Polizei hat die Nazis gesehen und angesprochen.

    In Essen wurde keinen Synagoge angegriffen – woohoo! Dann müssen wir natürlich mal ne ordentliche Feier starten!
    Oh, warte; In Paris schon! Wie nich schon sagte: Ich möchte definitiv kein Teil dieser Bewegung sein!

    Ansonsten hat Underdog vieles gesagt, was ich nur unterschreiben kann.

    Nachtrag:
    http://m.welt.de/debatte/kommentare/article130363687/Kann-man-sich-mit-Kippa-noch-auf-die-Strasse-trauen.html

    http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-stiftung-aktiv/themen/gegen-as/antisemitismus-heute/chronik-antisemitischer-vorfaelle-1/

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