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Cannabis Social Clubs

Medications by rafael-castillo

Dass der Konsum von Cannabis nicht gesundheitsförderlich ist, dürfte den meisten mittlerweile bekannt sein. Depressionen, Schizoaffektive Psychosen und eine Minderung der kognitiven Leistungsfähigkeit sind nur einige mögliche Folgen. Dennoch lässt die BZgA verlauten, dass der Anteil derjenigen, die in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumierten (18 bis 25 Jährige) stieg. Er liegt bei ca. 15 Prozent.

Das Robert Koch Institut veröffentlichte auch einige Zahlen zu dem Thema, befragte  jedoch einer jüngeren Personengruppe:

11.917 Schüler*innen (13- und 15-Jährige) wurden 2002, 2006 und 2010 zu ihrem Tabak-, Alkohol-, und Cannabiskonsum befragt.

2010 gaben knapp 1/6 aller 15-jährigen an mindesten einmal in der Woche Tabak und Alkohol zu konsumieren. Ca 1/3 von Ihnen berichten über 2 oder mehr Rauscherfahrungen. Jeder zehnte gab an in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben (vgl. 13 j. etwa 3-5 Prozent).

Erfreulich: deutliche Abnahme der Konsumhäufigkeit seit dem Anstieg in den 1990er Jahren. Jedoch leichte Abflachung dieser Abnahme zwischen 2006 und 2010.

Für die Zukunft wird weiterhin empfohlen: Den präventiven Bemühungen muss weiterhin eine zentrale Rolle zukommen!

Das bedeutet für mich:

Fortführen und erweitern von Aufklärungsarbeit in den Schulen. Wann sollte damit begonnen werden? Meiner Meinung nach so früh wie möglich – die 5. Klasse springt mir da direkt vor die Augen. Die jungen Menschen orientieren sich an den älteren und ‚coolen‘. Hier sollte direkt interveniert und aufgeklärt werden.

Die Erlaubnis und Eröffnung von Cannabis Social-Clubs. Klingt aufgrund der oben genannten möglichen Nebenwirkungen absurd? Finde ich nicht. Alkohol und Nikotin können ähnliche Nebenwirkungen haben und sind legal! Nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht, dass jede Person, egal wie alt, immer und überall Cannabis erwerben kann, sondern dafür, dass erwachsene Menschen selbst entscheiden dürfen ob, wann und was sie konsumieren möchten – selbst bestimmtes Leben.

Das Cannabis gäbe es nur in den jeweiligen Social-Clubs und auch nur für Personen, die das 18. Lebensjahr bereits erreicht haben. Auf lange Sicht gesehen, denke ich, würde so auch der illegale Handel in Parks und sonstigen öffentlichen Anlagen verringert und ausgetrocknet werden. Warum auch irgendein ungeprüftes ‚Zeug‘ illegal erwerben, wenn es dies auch kontrolliert und legal zu kaufen gibt?

Apropos Kontrolle: Der Staat könnte an diesen Social-Clubs durchaus gut verdienen, denn wo etwas legal verkauft wird, werden Steuern fällig.

Auch wenn etwas in die Tage gekommen, hier ein Beitrag von unserer Stadtrat-Abgeordneten Nadja Reigl.

Und natürlich die Petition „Arzneimittelwesen – Kostenerstattung bei Medikamenten auf Cannabisbasis / keine strafrechtliche Verfolgung vom 30.05.2014

Jetzt seid ihr dran

Wie ist eure Meinung dazu?

Kategorie: Pflege

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Hallo zusammen,
mein Name ist Lennart Zumholte, auch bekannt als ‚@­derAfri‘. Ich bin examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Was soll ich sagen? In diesem Beruf erlebt man viel! Viel schönes, viel Trauriges. Für mich eine sehr interessante Kombination.
Neben meiner Arbeit – ja, ich finde tatsächlich noch freie Termine in meinem Kalender – engagiere ich mich politisch und nebenbei fotografiere ich sehr gerne.

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